For You! Alter Fritz widersteht Versuchung

Was hat der Alte Fritz da gestaunt. Er verstand sofort, dass es sich hier nicht ganz einfach um einen Keks handelt und bewunderte die kunstvolle Mechanik, deren Werk doch ach so grausam ist. Lieblich duftet der Keks. So wie er da liegt, möchte man einfach zugreifen. „For You!“ steht in Schokoladenlettern auf dem Keks geschrieben. Wer kann denn da noch nein sagen? Wer will sich der Gaumenfreude da noch versagen? Und doch beschleicht einen ein unangenehmes Gefühl. Diese kalte Mechanik hat so wenig mit der Lieblichkeit des Angebots gemein. Und tatsächlich: Obacht ist geboten! Hier handelt es sich nicht einfach um einen leckeren Keks sondern um den Köder einer Falle. Es ist eine große, um genau zu sein, eine sehr, sehr große Mausefalle. Doch die Maus sind in diesem Falle wir. Ach was, wir nutzen dieses verlockende Angebot und schnappen uns den Keks. Doch Schnapp klappt die Falle zu und bricht uns das Genick. Dann bleibt uns nicht mal mehr die Erinnerung an den Keks. Also besser Finger weg. Rühren wir den Keks nicht an. Wir können der Versuchung widerstehen. Weil uns das Leben lieb ist. Denn wir sehen ja, dass es eine Falle ist. Der Alte Fritz jedenfalls ist nicht in die Falle getappt. Nachdem er die Lage mit seinem Adjudanten besprochen hatte, setzte er seinen Rundgang fort.

 

Heute, beim Tag des offenen Ateliers auf der Zitadelle Spandau stellte Kyoko Kurihara ihre Arbeit „For You“ dem Publikum vor.

 

… Einige waren nur schwer vom Essen abzuhalten. Manche erkannten nicht, dass es sich um eine Falle handelt. Wer denkt denn schon an eine Falle wenn es so lieblich nach Keks duftet?

„For You!“ – Appetit?
Dieser Schokoladenkeks duftete nach Schokolade …

Niemals DHL

Am Dienstag, dem 25. September 2018 um 13:47 wurde ein Paket mit frisch gepflückten Boskop-Äpfeln an mich aufgegeben. Da ich von DHL ja schon allerhand gewöhnt bin, ging ich am Samstag, dem 29. September, also vier Tage nachdem das Paket aufgegeben worden war, in die Filiale der Post, in der an mich adressierte DHL-Pakete normalerweise nach mehreren behaupteten Zustellversuchen landen. Doch ich hatte Pech, das Paket war noch nicht dort. Nachdem ich am heutigen 02. Oktober, also 7 Tage nach Einlieferung des Pakets immer noch nichts gehört habe, habe ich mir vom Absender die Paketnummer geben lassen, um mit Hilfe der Sendungsverfolgung nachzusehen, wo das Paket ist. Ich hatte gehofft, noch vor dem morgigen Feiertag zur Post fahren zu können, um das Paket dort in Empfang zu nehmen. Doch Pustekuchen. Wie der oben abgebildete Sendungsverlauf zeigt, wurde das Paket heute Morgen den vierten Tag in Folge erneut in das Zustellfahrzeug geladen. Meine Äpfel werden also nun schon seit vier Tagen vom DHL-Zusteller gerüttelt und geschüttelt. Die anfänglich pfückfrischen Äpfel sind nun schon eine Woche im Paket in der Obhut von DHL und ich habe keine Möglichkeit, die Sendung zu bekommen, da sie immer nur durch die Gegend kutschiert wird. Am Freitag, dem 28. September war den ganzen Tag jemand zuhause. Hätte DHL tatsächlich versucht, das Paket zuzustellen: Es wäre angekommen! Auch am Montag, dem 01. Oktober war den ganzen Tag jemand zuhause und wir hätten das Paket bekommen, wenn man versucht hätte, es tatsächlich zuzustellen. Das Paket wurde jedoch nicht zugestellt. Ich weiß nicht ob und in welchem Zustand uns die Äpfel noch erreichen werden. Ich kann nur an alle Menschen, die gerne frische Äpfel essen, appellieren, keine Äpfel mit DHL zu versenden. Seht Euch oben den Sendungsverlauf an und Ihr wisst was Euch blüht wenn Ihr es dennoch tut.

Kleine Auberginen und die Rechtschreibung

Kleine Auberginen sind ein kurzes Highlight des spätsommerlichen Gemüseangebots. Wenn die Bauern einfach „den Rest“ abernten gibt es sie und danach gibt es Auberginen aus heimischem Anbau erst wieder im nächsten Jahr. Ein anderes Highlight: Nashi-Birnen, auch von hier. Wie wichtig die Rechtschreibung ist, sieht man auch an den Preisschildern. Hier hat der Bauer alles richtig gemacht: „alle Äpfel 5 €/kg“. Ein Naturwissenschaftler wird gleichwohl zögern, hier einzukaufen, denn das Schild könnte auch so interpretiert werden, dass alle Äpfel 1 kg wiegen. Das ist sicher nicht der Fall. Richtig schlimm wäre es, hätte der Bauer geschrieben „Alle Äpfel“; dann könnte man ja der Ansicht sein, dass „Alle Äpfel“ 5 Euro kosten und zusammen ein Kilogramm wiegen. Doch es wurde ja alles richtig gemacht. Der Preis stammt noch aus dem letzten Jahr in dem es so wenig Äpfel gab. In diesem Jahr biegen sich die Äste von dem Gewicht der Äpfel und man würde meinen, das sollte einen gewissen Einfluss auf den Preis haben. Doch die Verbraucher scheinen dumm zu sein, denn sie kaufen auch zu diesem Preis, der bei Knappheit gerechtfertigt sein mag doch im Moment überhöht erscheint.

zwischen den kleinen Auberginen fallen die ebenfalls kleinen Pfirsiche gar nicht auf. Die Pfirsiche stammen auch aus Brandenburg.
die leckeren Nashi-Birnen
Blumen auf dem Gemüsemarkt

 

Der Einkaufzettel

Was schreibt man auf einen Einkaufzettel? Ganz wichtig: Das Datum. Sonst kauft man möglicherweise am falschen Tag ein. Hier sehr praktisch gelöst: „heute“, das ist nie falsch. „Morgen“ oder „Gestern“ würde den Einkaufenden im Laden vor Schwierigkeiten stellen. Mengenangaben sind auch wichtig, sonst kauft man entweder zu viel oder zu wenig. Die Angabe „nicht viel“ hilft dabei sehr. Weil diese Angabe wichtig ist, wurde sie unterstrichen. Das kleine Emoji daneben sagt, dass diese Angabe auch emotional sehr wichtig ist. Also bloß nicht mit zu viel „Apfel“ aus dem Laden gehen. Ein kleiner Apfel ist sicherlich in Ordnung.

Ein Einkaufzettel hilft beim Einkaufen. Das Datum und präzise Mengenangaben sind besonders wichtig.

Bohnen-Birnen-Speck, Birnen-Bohnen-Speck, Speck-Bohnen-Birnen, Birnen-Speck-Bohnen, Bohnen-Speck-Birnen, Speck-Birnen-Bohnen

Ein Lob auf die Kartoffel. Obwohl sie es nicht in die Titelzeile geschafft hat, lebt das Essen „Birnen-Bohnen-Speck“ doch ganz wesentlich von ihr. Jetzt im Herbst gibt es ja besonders leckere Kartoffelsorten. In der letzten Woche gab es Bohnen und Birnen auf dem Markt zu kaufen. Wir hatten schon befürchtet, in diesem sommerheißen Jahr wären die Bohnen schon durch bevor die Birnen da sind. Doch wir hatten Glück. Zumindest einmal konnten wir „Bohnen-Birnen-Speck“ essen. Ein Genuss. Wir lassen Euch zumindest visuell an unserem Schmaus teilhaben und zeigen ein Foto.

Wenn es heiß wird kommen die coolen Typen zum Einsatz …

Extra-Cool ist zum Beispiel jener Zeitgenosse hier. Er hat unter seiner Mütze ein großes Loch in seinem Kopf in das man eine Eispatrone hineinsteckt. Dann kommt der Deckel wieder auf den Kopp, man stellt ein Glas in seinen Schoß und beginnt an der Kurbel zu drehen. Nun zeigt der Kerl was er kann: Feine Eisblättchen ergießen sich in das Glas. Wenn es voll ist kommt noch Bohnenkompott und grüne-Tee-Sauce darauf und fertig ist das Erfrischungsgetränk. An den Zutaten seht Ihr, dass der Kerl aus Japan kommt. Sicher tut’s auch etwas Sirup statt dem Bohnenkompott. Ob der kleine Kerl dann aber beim Kurbeln noch so niedlich mit den Augen rollt, weiß ich nicht.

Nun ist er in voller Aktion. Ein Glas ist schon voller Eisblätter, ein zweites Glas wird gerade gefüllt
Nun noch den Bohnenkompott und die grüne-Tee-Sauce darauf und fertig ist die Erfrischung