Kleine Auberginen und die Rechtschreibung

Kleine Auberginen sind ein kurzes Highlight des spätsommerlichen Gemüseangebots. Wenn die Bauern einfach „den Rest“ abernten gibt es sie und danach gibt es Auberginen aus heimischem Anbau erst wieder im nächsten Jahr. Ein anderes Highlight: Nashi-Birnen, auch von hier. Wie wichtig die Rechtschreibung ist, sieht man auch an den Preisschildern. Hier hat der Bauer alles richtig gemacht: „alle Äpfel 5 €/kg“. Ein Naturwissenschaftler wird gleichwohl zögern, hier einzukaufen, denn das Schild könnte auch so interpretiert werden, dass alle Äpfel 1 kg wiegen. Das ist sicher nicht der Fall. Richtig schlimm wäre es, hätte der Bauer geschrieben „Alle Äpfel“; dann könnte man ja der Ansicht sein, dass „Alle Äpfel“ 5 Euro kosten und zusammen ein Kilogramm wiegen. Doch es wurde ja alles richtig gemacht. Der Preis stammt noch aus dem letzten Jahr in dem es so wenig Äpfel gab. In diesem Jahr biegen sich die Äste von dem Gewicht der Äpfel und man würde meinen, das sollte einen gewissen Einfluss auf den Preis haben. Doch die Verbraucher scheinen dumm zu sein, denn sie kaufen auch zu diesem Preis, der bei Knappheit gerechtfertigt sein mag doch im Moment überhöht erscheint.

zwischen den kleinen Auberginen fallen die ebenfalls kleinen Pfirsiche gar nicht auf. Die Pfirsiche stammen auch aus Brandenburg.
die leckeren Nashi-Birnen
Blumen auf dem Gemüsemarkt

 

Der letzte Apfelstrudel

Aufgrund des späten Frostes im letzten Frühjahr war die Apfelernte so bescheiden, dass man schon seit langer Zeit keinen Boskop mehr bekommt. Hier nun haben wir unsere letzten Boskop zum Apfelstrudel verarbeitet. Tarte Tatin, die ja 9 Boskop braucht, fiel in diesem Winter ganz aus. Wir hoffen auf eine bessere Apfelernte im nächsten Jahr.

Der Letzte ist in diesem Fall besonders lecker.

digital die Saison verlängern

Im Juni gibt es Erdbeeren und irgendwann gibt es dann keine mehr. Im August gibt es Pflaumen und irgendwann hat es sich ausgepflaumt. Wer das Gute liebt, der wird sich mit seiner Ernährung an den Jahreszeiten orientieren. Gemüse und Obst aus dem Freiland schmeckt einfach herzhafter. Und jetzt die Enttäuschung: Man kann die Saison nicht digital verlängern. Allerdings kann man Bilder, die man im Juni fotografiert hat im Oktober posten. Und natürlich kann man sich das Foto eines Schneemanns auch im Sommer ansehen. Doch jetzt ist Herbst. Das Laub färbt sich und die Sonne vergoldet es. Das war jetzt ein langer Vorspann nur um zu entschuldigen, dass die Fotos die ich poste schon ein bisschen älter sind. Genießt es, denkt an den Sommer …

… und wenn sich Euer Haar dabei wellt, so könnte die Ursache eine Gravitationswelle sein. Entstanden, als sich zwei Neutronensterne küssten. Wie romantisch. Sicher werden die beiden Neutronensterne glücklich sein, denn bei ihrer Verschmelzung sollen ja Unmengen an Gold und Platin entstehen. Welch materialistische Vorstellung, dass Neutronensterne nur deshalb glücklich sind, weil sie Gold und Platin haben. Wer kennt schon einen Neutronenstern persönlich? Richtig: Gold und Platin sind für Neutronensterne ungefähr das, was für uns Menschen Fußpilz ist. Also nix wie rein ins Raumschiff, Kurs auf die frisch vermählten Neutronensterne  setzen und ihnen eine ordentliche Pediküre verpassen. Zurück kommst Du dann mit Gold und Platin beladen und darfst dabei noch das Gefühl haben, etwas Gutes vollbracht zu haben, weil Du die Neutronensterne ja von Fußpilz befreit hast …

… denkt lieber an den Sommer. Oder esst einen Apfel.

kleine spät gereifte Auberginen
schwarze Paprika
Asia-Salat
Nüsse vom Haselnussbaum der in Moabit als Straßenbaum wächst
Alles zusammen, sogar mit Himbeeren. Von den Gurken haben wir zwei für eins bekommen, weil sie so klein waren. Aber sooo lecker. Was man auf dem Foto sieht haben wir inzwischen verspeist. Das war der Einkauf vom 30. September.

Schmorgurken die nicht geschmort werden

„Bohnen Birnen Speck“ ist in diesem Jahr ausgefallen, weil keine Kochbirnen verkauft wurden, zumindest haben wir keine gefunden. Schmorgurken gab es umso häufiger. Bei den Schmorgurken ist uns zweierlei aufgefallen, zum einen schmoren wir sie nicht, zum anderen sehen die meisten Fotos von diesem Gericht im Netz recht zweifelhaft aus. Sie machen nicht unbedingt Appetit. Auch unsere Fotos waren meistens eher mittelmäßig, so dass wir sie nicht gezeigt haben. Doch nun wagen wir es einmal.

In dieser Jahreszeit kommt fast alles von hier.
Mit dem Herbst kommen die Äpfel, hier zwei Holsteiner Cox oder liebevoll auch HolCo genannt
Hier die „Sauce“. Landgurken, Wiener, Tomaten und Dill
Und hier das ganze Gericht. Fälschlicherweise als „Schmorgurken“ bezeichnet. Geschmort hat da aber nichts. Eigentlich Nudeln mit Gurkensauce, wobei die Wiener, der Dill und die Tomaten natürlich auch noch eine Rolle spielen. Über die bestgeeignetsten Nudeln gibt es auch immer heiße Diskussionen.

Szenenwechsel

Bohnen, Himbeeren, Dill und Landgurken verabschieden sich. Auch Tomaten, Auberginen, Gurken  und der Paprika bereiten ihren Abgang vor. Der Kopfsalat ist bald nicht mehr von hier. Neu hinzugekommen sind Kürbis, Spinat, Süßkartoffeln und Fenchel. Nicht auffällig, weil fast immer da sind Möhren und Zwiebeln.

Der Wochenendeinkauf in seiner ganzen Pracht
Ein Hokkaido Kürbis. Meine Rechtschreibkorrektur möchte daraus einen Hofkino-Kürbis machen
Eine Fleischtomate „German-Gold“, die inzwischen zusammen mit den Landgurken und dem Dill verarbeitet wurde
Noch einmal grüßt der Sommer, drei Himbeeren aus eigener Balkon-Aufzucht
Auch Eicheln und Kastanien sind jetzt reichlich vorhanden

lieber lokal als regional

Das Bild unten zeigt ein paar Himbeeren am Zweig. Im Frühjahr haben wir eine kleine Himbeerpflanze gekauft, sie war etwa 20 cm hoch. Wir haben sie auf den Balkon gestellt und täglich gegossen. Nun im Herbst können wir die Früchte unserer Investition von 7,5 Euro und unserer Arbeit genießen. Schon seit einer Woche ernten wir von der Pflanze Himbeeren. In den ersten Tagen haben wir je zwei Himbeeren geerntet, doch heute, am Sonntag waren es sechs Himbeeren für den Frühstückjoghurt und nun noch einmal zwei Himbeeren für das Vanilleeis, das wir als Dessert gegessen haben. Also acht Himbeeren an einem Tag! Purer Luxus!

Mit solch einer Himbeerpflanze auf dem Balkon kann man ein luxuriöses Leben führen!

 

Rot oder Gold

Auf dem Einkaufszettel wog die orangefarbene Fleischtomate „German Gold“ 488 gramm, dafür war ein Betrag von 4,15 Euro fällig. Die in der Vorwoche gekaufte Berner Rose brachte es auf 556 gramm und war für 4,73 Euro käuflich zu erwerben. Vom Geschmack her fanden wir die Orangefarbene besser, doch hat das auch etwas mit dem Gericht zu tun, das wir gekocht haben und für das im Übrigen auch noch je etwa 1,8 kg Landgurken verarbeitet wurden, für die es allerdings keinen Einkaufzettel gibt, weil, der Händler per Hand addiert. Ihr wisst natürlich schon lange, um welches Gericht es sich handelt …

Die unten abgebildeten im Salat befindlichen Tomaten kann man übrigens nicht auf dem Foto mit dem Einkauf sehen, da sie aus eigener Produktion stammen und daher dort nicht abgebildet sind. Wir haben auch eine „Berner Rose“ auf dem Balkon, doch bei uns bringen es die Früchte nicht auf ein so stattliches Gewicht.

Das ist der Einkauf vom 29.07.2017 mit „Berner Rose“
Und das ist der Einkauf vom 05.08.2017 mit „German Gold“
Hier die komplette Mahlzeit fotografiert mit dem Licht des zur Farbe der Tomate passenden Sonnenuntergangs
Nur zum Größenvergleich die gekaufte Öko-Fleischtomate und die selbst erzeugte Balkontomate
Pflaumenkuchen vor dem Backen, Reineclauden und Zwetschgen gemischt
Pflaumenkuchen nach dem Backen, Reineclauden und Zwetschgen gemischt